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von Bernhard Schwaiger

THE BEAST THAT TURNED TO STONE

... die Geschichte dieser Linie beginnt vor mehr als zehn Jahren, als ich den Fels-Block an einem "bouldertechnisch noch gänzlich jungfräulichen Ort" entdecke. Die Linie sticht damals vor allem durch ihre Steilheit und Optik ins Auge. "Sechszig Grad überhängend und kompakt wie mit einem Messer perfekt gerade abgeschnitten sieht die Linie eigentlich unkletterbar aus!" Das erste Antesten bestätigt den Verdacht - die Moves bleiben ein derart großes Rätsel, dass ich mich selbst als "chancenlos" einstufe und meine Aufmerksamkeit anderen Boulderprojekten widme. 

Vor beinahe zwei Jahren - es muss ein äußerst seltener Moment der kurzfristigen Langeweile gewesen sein - erinnern sich meine "grauen Zellen" wage an diese "besondere Linie". Ich kann mich zwar nicht mehr im Detail an die Linie erinnern, weiß aber noch sehr gut, dass sie "extrem lässig" ausgesehen hat. Nach dieser langen Zeit stellt sich mir die Frage, ob sie bei erneuter Betrachtung immer noch als "so cool" empfunden wird bzw. wie es mit den Erfolgschancen zum jetzigen Zeitpunkt steht?

Als ich nach mehr als einem Jahrzehnt wieder vor der Linie stehe, bin ich wieder geflasht, finde sie nach wie vor sehr cool und will noch mal ernsthaft meine Chancen eruieren. Es dauert nicht lange um fest zustellen, dass es einen kleinen Funken Hoffnung gibt, der Weg dahin aber "steinig" werden oder sogar erfolglos bleiben könnte.
Die momentan schaffbaren Einzelmoves sind wieder einmal "knallhart" und bei den vermeintlichen Cruxmoves bin ich noch weit davon entfernt, diese zu schaffen - "ganz optimistisch gedacht" erscheinen sie aber irgendwie möglich werden zu können. ;-) Will ich aber eine ernsthafte Chance haben, so muss ich in jedem Fall noch "viel stärker" werden und mich enorm weiter entwickeln ... ;-)

Nach dem Motto "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" versuche ich mich durch akribische und konsequente Arbeit in kleinen Schritten persönlich bei den Moves zu steigern bzw. weiter zu entwickeln. Die ersten kleinen Erfolgserlebnisse spiegeln sich in den Bouldern "Raw Eggs Tango", "Growling Bear", "Breakout (of the) Beast Inside" und "Sharp End" wieder, bei denen immer einzelne Züge bzw. Teilpassagen der eigentlichen und kompletten Linie geklettert werden. Die ganze Linie zu klettern - also "Growling Bear" und "Breakout (of the) Beast Inside" miteinander zu verbinden, bleibt aber nach wie vor ein "enormer Brocken", nahezu utopisch, weil vor allem "Breakout (of the) Beast Inside" für sich schon "unglaublich schwere Einzelzüge" hat. Es braucht "ich weiß nicht was"!? In jedem Fall aber viel mehr an Power, um somit eine gewisse "Entschärfung" der Einzelzüge und in Summe etwas mehr an Leichtigkeit zu kreieren! 

Andere Projekte und der Weg zu deren Realisierung, in Kombination mit einer besonderen Form des individuellen Trainings bringen mich "powertechnisch" noch mal merklich weiter und lassen die Hoffnung aufkommen, dass die ganze Linie doch noch irgendwie möglich ist.

Im Frühjahr 2020 komme ich der Sache schon sehr nahe, bin aber bei meinen guten Durchstiegsversuchen bei den letzten Moves immer noch chancenlos. Nach der Realisierung einiger anderer persönlicher Meilensteine im Herbst 2020 bin ich am Beginn des Winters "stronger than ever" und sehr gespannt auf das Feeling bei den Zügen. Kann ich meine "gute Form" bei vor allem den letzten Zügen auch wirklich brauchen bzw. umsetzen? Die Antwort ist schnell gefunden und lässt mich davon träumen, die ganze Linie doch noch klettern zu können, weil sich alle Moves "zumindest etwas leichter" anfühlen und somit in Summe "Körner" gespart werden können.

Die letzten Wochen sind von Versuchen geprägt, die zwar die Hoffnung am Leben erhalten, aber auch nur ganz kleine Fortschritte bringen. Immer wieder habe ich an der Passage, welche die beiden Boulder "Growling Bear" und "Breakout (of the) Beast Inside" verbindet, zu kämpfen - sie stellt eine weitere Crux bzw. Schlüsselpassage dar. Ich verbrauche in dieser technisch sehr anspruchsvollen Passage immer noch zu viele Körner und bin dadurch in den letzten und schwersten Zügen, die für sich schon bei Fb 8B/+ liegen, immer noch chancenlos. Die "mentale Battle" und Arbeit am "Mikrobeta" ist im Gange - zudem hadere ich mit immer wieder wechselnden, nie wirklich guten und aufgrund des milden Winters zu feuchten Bedingungen.

Es gibt ohnehin nur wenige Tage im Jahr, an denen die Bedingungen an diesem Boulder perfekt sind. Frühjahr und Herbst ist temperaturmäßig ok - leider sind die Griffe aber dann oft feucht und trocknen nur sehr langsam aus. Die Winterzeit wäre bzgl. Trockenheit prinzipiell perfekt, sofern es eine längere Periode mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gibt, damit die Griffe auch wirklich komplett austrocknen können. Anfang Jänner fallen die Temperaturen erstmals für mehrere Tage unter den Gefrierpunkt und lassen die Griffe perfekt austrocknen.

Die Form ist gefühlsmäßig nach wie vor sehr gut und so versuche ich heute wieder einmal mein Glück - nütze die guten Bedingungen um wieder etwas "weiter" zu kommen. Beim Warm-Up und Einklettern fühle ich mich "locker" und so gehe ich positiv in meinen ersten Go. Die Moves sind mittlerweile automatisiert und "eingestrebert" - ohne nachzudenken arbeite ich mich fokussiert von Zug zu Zug. Es gilt keine Fehler zu machen und trotzdem zügig voran zu kommen - nur so bleiben genügend Körner für den Schluss übrig. Als ich alle bisher immer kritischen Passagen erstmals am Stück und "ungewohnt unproblematisch" hinter mich gebracht habe, befinde ich mich inmitten der abschließenden Crux-Passage. Ich bleibe "Passagier", vertraue auf mein motorisches Gedächtnis und lasse meinen Körper einfach machen und den Go weiter laufen. Blitzschnell funktioniert und agiert mein Körper "auf die Züge hingedrillt" instinktiv wie in Trance und bringt mich erstmals fehlerfrei bis zum ersten guten und rettenden Griff. Mit einem lauten Schrei der Erleichterung klettere ich weiter bis zum Top ...

"Once again an unbelievable & fascinating moment!" THANKS for this again! ;-)  

"THE BEAST THAT TURNED TO STONE" könnte/dürfte "somewhere around hard Fb 8C" liegen!? "But as always, nothing´s sure & future will show!" ;-)

P.S.: ... kurz nach meinem Erfolg, kommt mir eine direkte und möglicherweise noch härtere Variante des zweiten Teils der Linie (Breakout (of the) Beast Inside") in den Sinn - we´ll see what happens!? ;-)

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